Warendisposition

Aufgabe der Warendisposition ist es, immer die richtige Menge der benötigten Ware im Lager nach Anforderungen der Kunden und Absatz bereitzustellen. 

Definition: Was ist Warendisposition?

Warendisposition ist ein geläufiger Begriff in der Logistik. Die Warendisposition zielt darauf ab, immer die richtige Menge der benötigten Ware auf Lager zu haben, ohne dass dabei Out-of-Stock Situationen oder ein Überbestand entstehen. Dazu gehört auch die Planung des weiteren Einkaufs und die Berechnung der optimalen Bestellmenge.

Exkurs: Was bedeutet Disposition?

Die Disposition ist ein aus der BWL und VWL stammender Begriff, welcher die Aufteilung, Anordnung, Zuweisung und Verteilung innerhalb einer Lagerwirtschaft beschreibt. Die Aufgabe der Disposition ist es, alle Aufgaben und Mittel eines Unternehmens möglichst zielführend und effizient nach den jeweiligen Anforderungen und Nachfragen zu verteilen. Die Disposition kann als Synonym für die Planung und Gliederung innerhalb eines Unternehmens stehen. Die Mitarbeiter, die eine solche Disposition durchführen, werden als Disponenten bezeichnet. Die Warendisposition ist eine untergeordnete Art der Disposition. 

Wie lässt sich die Warendisposition sinnvoll durchführen? 

Um eine Warendisposition sinnvoll durchzuführen, sollte eine Statistik aller verkauften Artikel eines bestimmten Zeitraumes - zum Beispiel des Vorjahres, vorliegen. Auf Grundlage dieser Daten lässt sich eine Gliederung aller verkaufter Artikel und vorhandener Ressourcen und dessen Menge bestimmen. Anhand dieses Ergebnisses lässt sich ein Plan für eine Anordnung der benötigten Ware für die nächste Bestellung erstellen. Wurde ein bestimmter Artikel im Vorjahr zum Beispiel zehnmal mehr verkauft als ein anderer, sollte dieser nun in größerer Anzahl auf Lager sein. Bei jedem Artikel sollte zusätzlich ein gewisser Puffer, der sogenannte Sicherheitsbestand, eingeplant werden um beispielsweise saisonale Trends und unvorhergesehene Schwankungen auszugleichen. 

Welche Aufgaben umfasst die Disposition in der Logistik?

Die Disposition ist nahezu für alle Bereiche der Logistik zuständig. Vom Wareneingang bis Warenausgang umfasst sie alle Abläufe. Die einzelnen Bereiche können unterteilt werden in:

  • Produktion
  • Materialfluss
  • Beförderung innerhalb eines Unternehmens
  • Einlagerung & Auslagerung
  • Kommissionierung der Ware
  • Be- und Entladung der Artikel 
  • Abläufe am Wareneingang und Warenausgang

Software für Warendisposition

Eine professionelle Warendisposition ist gerade in größeren Unternehmen nicht mehr manuell durchzuführen. Der Aufwand bei einem umfassenden Produktportfolio ist hoch und viele Firmen nutzen noch immer Exceltabellen, um die Disposition durchzuführen. Auch ERP-Systeme stoßen schnell an ihre Grenzen. Eine spezielle Software für Disposition kann hier unterstützen, die richtigen Absatzprognosen zu berechnen, Bestellvorschläge zu liefern und den Bestand zu senken bzw. zu optimieren. Der Einsatz einer solchen Software erleichtert die Arbeit der Disponenten, weil wiederkehrende Vorgänge automatisiert werden und mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten bleibt. 

Weitere Glossar-Begriffe

ABC-/XYZ-Analyse Absatzplanung Absatzprognose Auftragsabwicklung Automatische Disposition Automatisches Kleinteilelager AutoStore Bedarfsplanung Beleglose Lagerführung Beschaffung Beschaffungslogistik Bestandsmanagement Bestandsoptimierung Bestandsreduzierung Business Intelligence Software Chaotische Lagerhaltung Charge CMR-Frachtbrief Disposition Distributionslogistik Dock & Yard Management Durchlaufzeit (DL) E-Commerce EAN EDI - Electronic Data Interchange EDI Clearing Center EDIFACT Einzelhandel ERP-System Exoskelett Fahrerloses Transportsystem (FTS) Fourth Party Logistics - 4PL Fulfillment Großhandel Handling Unit Hochregallager Intralogistik Inventur Just-in-Time Key Performance Indicator (KPI) Kommissionierung Kontraktlogistik Ladeeinheit Ladehilfsmittel Lagerarten Lagerhaltung Lagerumschlagshäufigkeit Lagerverwaltung Lagerverwaltungssystem Lieferantenintegration Lieferantenmanagement Lieferfähigkeit Logistik und ihre Teilbereiche Logistikdienstleister Maximalbestand Meldebestand Mindestbestand Multi-Echelon-Optimierung Multi-Order-Picking Omnichannel Out-of-Stock Permanente Inventur Predictive Analytics Produktionslogistik Produktionsplanung Regalbediengerät (RBG) Return on Investment (ROI) Rollierende Planung Sales & Operations Planning Sicherheitsbestand SKU Software-as-a-Service (SaaS) Stichprobeninventur Stückgut Stückliste Supply Chain Supply Chain Management Third Party Logistics (3PL) Track & Trace Transportmanagement TUL-Prozesse Umlagerung Umschlagslogistik Value Added Services Vendor Managed Inventory (VMI) Warehouse Management System Warenausgang Warendisposition Wareneingang Zeitfenster­management Zentrallager