Bottom-Up Planung

Die Planungsmethode "Bottom-Up" ist ein hierarchisches Planungsprinzip, bei welcher der Planungsprozess auf der operativen Ebene beginnt und deren Detailpläne anschließend miteinander verknüpft und zu einem unternehmerischen Gesamtplan zusammengefasst werden.

Das Planungsprinzip Bottom-Up beschreibt einen Planungsprozess, bei dem die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen Detailpläne ausarbeiten, welche vom Top Management zu einem Gesamtplan zusammengefasst werden. Das Planungsprinzip Bottom-Up beschreibt einen Planungsprozess, bei dem die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen Detailpläne ausarbeiten, welche vom Top Management zu einem Gesamtplan zusammengefasst werden.

Definition: Was ist die Bottom-Up Planung?

Einer der wichtigsten Aspekte eines erfolgreichen Unternehmens ist die Planung. Eine der häufigsten Strategien dabei ist die Bottom-Up Planung. Bei der Bottom-Up Methode werden zunächst eigenverantwortlich in den einzelnen Teilbereichen Detailpläne ausgearbeitet, welche dann im Zuge der Gesamtplanung miteinander verknüpft und koordiniert werden. Die Grundidee besteht darin, dass in den unteren Planungsebenen eines Unternehmens mehr Wissen und Erfahrung in den jeweiligen Teilbereichen vorhanden ist und somit eine realistische Planung entstehen kann, die besser und detaillierter ist als bei anderen Methoden. Die unterste Hierarchieebene bilden die Mitarbeiter. Sie können gemeinsam als Abteilung ihre Ziele nach oben an das Management kommunizieren. Dabei kann jeder Unternehmensbereich sein eigenes Wachstumspotenzial ermitteln und darauf basierend seine eigenen Ziele formulieren. Diese Ziele werden dann der Geschäftsleitung vorgelegt, woraufhin diese von den Führungskräften analysiert und zu einem unternehmensumfassenden Plan zusammengefügt werden.

Beispiel für einen Bottom-Up Ansatz

Nehmen wir als Beispiel eine Einzelhandelskette mit mehreren Niederlassung. Bei einem Bottom-Up Ansatz legt jede Niederlassung ihre eigenen Ziele fest. So definiert zum Beispiel eine Niederlassung in Österreich das Verkaufsziel für ihren meistverkauften Artikel, während eine Niederlassung in Deutschland sich die Minimierung von Materialabfall als Ziel setzt. Ein mögliches Unterziel für die Filiale in Österreich wäre der Verkauf einer bestimmten Anzahl des Artikels und für die Filiale in Deutschland die Optimierung der Beschaffung und Materialverarbeitung. Die einzelnen Ziele sind aufgrund der Bottom-Up Methode deutlich detaillierter, als wenn die Top-Down Planung verwendet worden wäre. Jedoch muss das Top-Management des Unternehmens diese Ziele zu einem globalen und allgemeinen Ziel zusammenfassen - in diesem Beispiel die Gewinnmaximierung. 

Vorteile und Nachteile der Bottom-Up Planung

Der Bottom-Up Ansatz kann bei der Unternehmensplanung vorteilhaft sein, da die Planung besser auf die einzelnen Unternehmensbereiche und somit das gesamte Unternehmen zugeschnitten werden kann. Da die Mitarbeitenden bei der Planung mitwirken und in Eigenverantwortung Detailpläne erstellen können, verfügen sie im Laufe des gesamten Planungsprozesses über alle für sie wichtigen Informationen. Deshalb kann die Umsetzung schneller und besser erfolgen. Wie das Beispiel oben zeigt, ist die Ausarbeitung der Leistungskennzahlen (KPIs) bei dem Bottom-Up Prinzip deutlich sorgfältiger und detaillierter. So können die jeweiligen Unternehmensbereiche ihr Potenzial optimal ausnutzen. Für die Umwandlung der KPIs der einzelnen Abteilungen zu sinnvollen, unternehmensweiten KPIs ist aufgrund der Einbeziehung aller Unternehmensbereich keine zusätzlichen Ressourcen bei der Umsetzung erforderlich. Außerdem haben die Mitarbeitenden bei einem Bottom-Up Ansatz das Gefühl mehr Kontrolle über die Zukunft ihres Arbeitsplatz zu haben, was zu einer höheren Motivation führen kann. Diese Motivation und das Gefühl der Kontrolle hat meist zur Folge, dass die Erfolgsquote der Umsetzung der Ziele höher ist und auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Ziele umgesetzt und die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.

Nachteile des Bottom-Up-Prinzips ist, dass die einzelnen Bereichspläne miteinander konkurrieren oder sich sogar widersprechen können, was auf der strategischen und koordinierende Unternehmensebene einen hohen Koordinationsaufwand erfordert. Außerdem sind nicht alle Teilpläne zwingend auf das Gesamtunternehmensziel ausgerichtet. Oft kann es vorkommen, dass Ziele nicht eingehalten werden. Eine Kurskorrektur ist bei der Bottom-Up Methode jedoch deutlich schwieriger, da auch hier die betroffenen Unternehmensbereiche an der Korrektur mitarbeiten müssen. Dies kann den Prozess deutlich verlangsamen. Auch die damit zusammenhängende Überwachung ist deutlich komplexer, da die Ziele sehr detailliert sind. 

Weitere Planungsmethoden:

  • Top-Down PlanungDas Top-Down Prinzip ist gegenläufig zum Bottom-Up Prinzip. Hierbei geht die Planung von den oberen Unternehmensebenen aus, die diese den unteren Ebenen vorgibt. 
  • GegenstromverfahrenHierbei handelt es sich um das Prinzip der strategischen Planung, bei dem die Führungsebene Rahmenbedingungen vorgibt, welche dann von den Mitarbeitenden der unteren Ebenen auf Machbarkeit geprüft werden und falls notwendig korrigiert oder konkretisiert werden. Das Gegenstromverfahren ist eine Art Kombination aus Top-Down und Bottom-Up Planung.

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