Gegenstrom­­­verfahren

Bei einer Unternehmensplanung nach dem Gegenstromverfahren gibt die Unternehmensleitung die Rahmenplanung vor, welche dann an die unteren Ebenen weitergegeben werden. Die einzelnen Unternehmensbereiche bewerten die Rahmenplanung daraufhin und wandeln diese in einen umsetzbaren Stufenplan um.

Beim Gegenstromverfahren legt die Führungsebene die Rahmenplanung fest, während die Basis und das mittlere Management Detailpläne erarbeiten. Beim Gegenstromverfahren legt die Führungsebene die Rahmenplanung fest, während die Basis und das mittlere Management Detailpläne erarbeiten.

Definition: Was ist das Gegenstrom­verfahren?

Das Gegenstromverfahren ist eine Kombination aus dem Top-Down und dem Bottom-Up Verfahren. Beide Ansätze werden bedarfsgerecht miteinander kombiniert. Die Kombination aus Bottom-Up und Top-Down ermöglicht sowohl eine effiziente und zielgerecht Umsetzung der Unternehmensziele als auch die Einbeziehung aller betroffenen Abteilungen und Prozesse. 

Wie funktioniert das Gegenstrom­verfahren?

Das Gegenstromverfahren beginnt mit einer Top-Down Planung. Das Top-Management legt Zielvorgaben fest. Dies können vorläufige, übergeordnete Ziele sowie Rahmenpläne enthalten, welche meist auf Basis einer vorausgegangenen Befragung der untergeordneten Stellen erfolgt. Die nachfolgenden Hierarchieebenen nutzen im nächsten Schritt des Verfahrens die festgelegten Zielvorgaben für einer detailliertere Planung. Diese Teilpläne beinhalten vor allem Ziele für die jeweiligen Abteilungen. Der nächste Schritt wird auch Bottom-Up-Rücklauf genannt. Die untersten Hierarchieebene koordiniert die Teilpläne schrittweise und fasst diese zusammen. Als letztes werden die Teilpläne an die oberste Führungsebene zurückgegeben, welche dann die Unternehmensziele und Pläne aufeinander abstimmt, falls dies noch notwendig sein sollte, und dann diese als unternehmensweite Planung verabschiedet. 

Vorteile und Nachteile des Gegenstrom­verfahrens

Die wichtigsten Vorteile sind zum einen die starke Einbindung der Mitarbeitenden in den Zielsetzungsprozess des Unternehmens. Die Folge davon ist, dass die strategischen Ziele und Maßnahmen realisierbar sind und die Umsetzung schnell funktionieren kann, da die Mitarbeitenden alle wichtigen Informationen bereits haben. Außerdem sind die Teilpläne aufgrund der vorgegebenen Rahmenpläne inhaltlich aufeinander abgestimmt. Auch die Koordination der Teilpläne funktioniert schneller als bei einem reinen Bottom-Up-Ansatz, da die Abteilungen die Rahmenplanung als Orientierung nutzen können. Durch die Einbindung der Mitarbeitenden können diese sich besser mit den Zielen identifizieren, was die Motivation des Einzelnen erhöhen kann. Allgemein wird die Qualität der Planungsergebnisse durch die Kombination des Top-Down und Bottom-Up Prinzips deutlich gesteigert. 

Einer der größten Nachteile des Gegenstromverfahrens ist es, dass dieses Verfahren einen sehr hohen Koordinationsaufwand erfordert. Dieser Aufwand führt unter anderem dazu, dass der Prozess sehr langwierig sein kann. Außerdem ist die Führungsebene sehr stark in die Detailplanung eingebunden, da sie die Änderungen der untergeordneten Stellen akzeptieren und verabschieden müssen. 

Weitere Planungs­methoden:

  • Top-Down Planung: Bei der Top-Down Methode geht die Planung von den oberen Unternehmensebenen aus und gibt diese den unteren Ebenen vor. 
  • Bottom-Up PlanungDas Bottom-Up Prinzip ist genau gegenläufig zum Top-Down Prinzip. Es handelt sich um eine Methode, mit der spezifische Ziele auf dem untersten Hierarchielevel ausgearbeitet werden und dann an die Unternehmensführung weitergegeben werden. Das Top-Management synchronisiert diese dann zu einem allgemeinen Strukturrahmen.

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