Augmented Reality

Augmented Reality, auch als AR abgekürzt, bedeutet im Deutschen so viel wie "erweiterte Realität". Man sollte diesen Begriff allerdings nicht mit Virtual Reality (VR) verwechseln. Bei der virtuellen Realität geht es darum, komplett in die virtuelle Welt einzutauchen. Währenddessen bezieht sich Augmented Reality auf die Darstellung zusätzlicher Informationen, also um die Erweiterung der tatsächlichen Realität. Das klingt zunächst kompliziert, ist aber im Prinzip ganz einfach.

Durch Augmented Reality kann der Kunde sich die Produkte direkt digital in sein Zuhause holen und dort ausprobieren. (@rh2010 - stock.adobe.com) Durch Augmented Reality kann der Kunde sich die Produkte direkt digital in sein Zuhause holen und dort ausprobieren. (@rh2010 - stock.adobe.com)

Virtual Reality und Augmented Reality - wo liegt der Unterschied?

Bei Virtual Reality handelt es sich um eine vollständige Umgebungssimulation. Die bekannteste Virtual-Reality-Anwendung sind Computerspiele. Dabei tauchen die Spieler mithilfe von VR-Brillen in eine virtuelle Umgebung ab, die mit der realen Welt normalerweise sehr wenig bis hin zu nichts mehr gemeinsam hat. Eine komplett virtuelle Welt. Im Gegensatz dazu sieht der Anwender bei Augmented Reality noch die reale Welt. Bei dieser Technologie wird die reale Welt lediglich um bestimmte Informationen und digitale Elemente erweitert, entweder auf einem Bildschirm oder ebenfalls über eine Brille. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel Pokémon Go. Über die Handykamera ist die normale Umgebung sichtbar. Sie wird lediglich um das digitale Pokémon ergänzt. Ähnlich funktioniert das für den Handel. Auch hier kann man die erweiterte Realität mit Hilfe von virtueller Informationen nutzen, um die eigenen Produkte in das Zuhause der Kunden zu bringen.

Wie funktioniert Augmented Reality?

Augmented Reality ist ein Teilbereich des Realitäts-Virtualitäts-Kontinuums, sprich dem Übergang zwischen vollständig real und komplett virtuell. Man spricht in diesem Fall auch von Mixed Reality, da hier verschiedene Realitäten miteinander in unterschiedlicher Ausprägung vermischt werden. Die erste Stufe der Mixed Reality ist Augmented Reality. Hier wird durch Bildschirme die Realität um virtuelle Elemente erweitert. In der nächsten Stufe, der Augmented Virtuality, wird die vollständige Virtualität durch reale Objekte komplettiert. Bei Augmented Reality betrachtet der Nutzer mit Hilfe eines Bildschirmes, sei es nun ein Tablet, ein Smartphone, Smart Glasses oder ein AR-fähiges stationäres Display, die dort abgebildete erweiterte Realität, welche um digitale Inhalte ergänzt wird, mit denen er interagieren kann. Das kann über Sprachsteuerung, Gesten oder aber Touchfunktion des mobilen Geräts geschehen.

Was wird benötigt für Augmented Reality?

Obwohl Augmented Reality eine computergenerierte Erweiterung unserer Realität ist, ist man nicht von VR-Brillen abhängig wie bei der Virtual Reality. Dementsprechend benötigt man dafür zwar sowohl eine Software als auch entsprechende Hardware. Aber was die Technik angeht, so reicht hier meistens ein mobiles Endgerät mit Kamera und Display. Kamera und Sensoren dienen zum einen zum Aufnehmen der realen Welt, damit diese auf dem Display wiedergegeben werden kann, zum anderen um die Umgebung zu erkennen, Flächen zu identifizieren und mit Algorithmen die digitalen Objekte optimal in die Wiedergabe der realen Welt einzufügen. Heutzutage erfüllen so gut wie alle mobilen Geräte, wie Smartphones und Tablets, diese technischen Anforderungen

Durch Augmented Reality Apps für die mobilen Geräte wird die Technologie immer weiterverbreitet. Beim Einsatz von Augmented Reality im Handel gibt es neben allerlei Spielereien, bei den kleine Tiere oder Avatare in die Realität projiziert werden, auch sehr nützliche Alltagshelfer und Einkaufshilfen, die Kunden den Kaufprozess auf der einen Seite einfacher und auf der anderen zum Erlebnis machen sollen.

Bereits 2018 testete Zara die AR-Technologie in 120 Flagship-Stores. Kunden, die vor leeren Schaufenstern standen, mussten mit Ihrem Smartphone nur die grafische Beschilderung scannen und schon erwachten die Models zum Leben, posierten und kommunizierten. Im Kosmetikbereich bieten unter anderem Sephora, L`Oréal oder Estée Lauder in Ihren Apps den Nutzern die Option, die neusten Trends an sich selbst auszuprobieren, ohne dass der Nutzer mit den Produkten in Kontakt kommt. Das Möbelhaus IKEA wiederum stellt mir seiner APP "Places" den Kunden die Möglichkeit zur Verfügung, virtuelle 3D-Objekte ins reale Zuhause zu integrieren, sodass er sicher sein kann, dass das Wunschobjekt in die Wohnung passt. Hierbei kann man das Objekt von jeder Seite sehen und allen Blickwinkeln begutachten. Für Außendienstmitarbeiter bietet Augmented Reality die Möglichkeit, dem Kunden Produkte realistisch wirkend vor Ort vorzustellen.

Neben der Alternative der mobilen Anwendung können auch Head-Mounted-Displays (AR-Brillen) und stationäre Systeme zum Einsatz kommen. Die AR-Brillen, auch Smart Glasses genannt, sind von der Technologie etwas leistungsfähiger als Smartphones, da ihr AR-System über komplexere Hardware und Softwarekomponenten verfügt, welche auf die spezielle AR-Anwendung ausgelegt ist. Ihr klarer Vorteil ist, dass der Anwender die Informationen direkt vor seinen Augen eingeblendet bekommt und dank Sprach- und Gestensteuerung die Hände frei hat. Die AR-Erlebnisse mit den Augmented Reality Brillen sind damit ansprechender.

Als dritte Möglichkeit, um AR-Funktionen ins eigene Geschäft zu bringen, ist noch die stationäre AR-Technologie zu nennen. Hier finden vor allem magical mirrors (magische Spiegel) Verwendung. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit und die enorme Rechenleistung aus. So können Kunden beispielsweise Brillen oder Kleidungsstücke im Geschäft anprobieren, auch in Ausführungen, die nicht ausgestellt sind, ohne auf eine Umkleidekabine warten zu müssen.

Vorteile von Augmented Reality

Augmented Reality bietet dank des einfachen Zugangs zu dieser Technologie durch mobile Endgeräte und AR-Apps eine interaktive Erweiterung des Einkaufserlebnisses für den Kunden. Das gilt für den stationären Handel ebenso wie für die E-Commerce-Branche. Optimal wäre eine Kombination von beiden Kanälen, um dem Kunden ein durchgehendes Shoppingerlebnis zu bieten. So können stationäre Händler mit Läden an den besten Einkaufsstraßen ihr Angebot präsentieren, ohne von Regal- oder Verkaufsflächen begrenzt zu sein. Der Kunde kann dann alle Varianten eines Produktes betrachten und im magic mirror anprobieren, ohne dafür eine Umkleide betreten zu müssen. Im E-Commerce durchbrechen die Produkte auf die Art die digitale Wand und werden so beinahe greifbar. Kunden können sich Möbelstücke in ihr Zuhause holen, ausprobieren, ob sie so wirken wie gewünscht, oder auch Dinge anprobieren, wie zum Beispiel Brillen. Ganz in Ruhe und unabhängig von Öffnungszeiten.

FAQ

Was ist Augmented Reality (AR)?

Beim Einsatz von AR wird die reale Umgebung des Nutzers mittels Geräten wie Smartphones oder AR-Brillen mit virtuellen Objekten oder Informationen in Echtzeit überlagert. AR nutzt Kameratechnologie, Bilderkennung, künstliche Intelligenz und andere Technologien, um eine interaktive Erfahrung zu schaffen.

Wo wird AR eingesetzt?

Die Einsatzbereiche von Augmented Reality umfassen Bildung, Handel, Wartung, Gesundheitswesen, Spiele und Navigation. Durch interaktive und immersive Technologien bereichert AR diese Einsatzbereiche, beispielsweise durch virtuelle Anproben oder interaktives Lernen.

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