Disposition

Die primäre Aufgabe der Disposition besteht darin, die Materialströme und Warenbestände so zu lenken, dass alle Aufträge bei minimalen Kosten zuverlässig zum vereinbarten Termin ausgeliefert werden. Dazu werden alle zu erledigenden Aufgaben an die vorhandenen Ressourcen verteilt.

Was ist Disposition?

Der Begriff Disposition stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Aufteilung, Anordnung, Verwaltung oder Zuweisung. In der Logistik beschreibt die Disposition das Nachfragemanagement und die Entscheidungen, die im Fertigungsprozess in die Abläufe der Produktion hineinfließen. Dazu gehört auch die mengenmäßige Zuteilung von Aufträgen zu den Lagerbeständen. Als Disponent gilt derjenige, der diese Entscheidungen und Aufträge umsetzt. Die Disposition erfolgt in den Unternehmensbereichen Lager, Transport und Einkauf. 

Welche Funktionen hat die Disposition?

Die Disposition hat die Funktion, die Tätigkeiten in einem Unternehmen planvoll einzuteilen. Ein Disponent muss die die Aufgaben und Mittel so auf die vorhandenen Ressourcen zuordnen, dass diese optimal ausgelastet sind. Zeit und Kostenersparnis sind die Hauptfaktoren in der Disposition. Je nach Größe des Unternehmens wird die Disposition von einer ganzen Abteilung oder einzelnen Personen übernommen. Die Aufgaben sind u.a.:

  • Steuerung des Materialflusses und der Warenbestände
  • Nachbestellung von Waren
  • Bestellung der benötigten Rohstoffe
  • Personalmanagement
  • Steuerung der finanziellen Mittel
  • Einhalten von Lieferterminen bei minimalem Kosteneinsatz
  • Auftragsannahme
  • Koordination der Ressourcen

Wieso ist die Disposition wichtig?

Gerade für das produzierende Gewerbe ist die Disposition wichtig. Der Disponent im Lager eines Unternehmens aus dem produzierenden Gewerbe sorgt für eine flüssige Produktion, indem die verfügbaren Ressourcen so eingesetzt werden, dass keine Verzögerungen entstehen. Allerdings ist die Disposition nicht nur im Lager eines Unternehmens wichtig. Sie kommt schon bei der Projektplanung und beim Versand der Produkte zum Einsatz. Ohne einen Disponenten in der Planungsphase eines Projekts, kann nicht kalkuliert werden, welche Verteilung der Ressourcen die Beste wäre. Wird bereits in der Planung bei der Kalkulation ein Fehler begangen, kann die gesamte Produktion ins Stocken geraten.

Was bedeutet Automatische Disposition?

Emotionale Entscheidungen oder das Handeln nach Bauchgefühl reichen bei den komplexen Anforderungen an die moderne Disposition nicht mehr aus. Aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren und der daraus resultierenden Datenflut wird die Disposition zunehmend umfangreicher, weshalb viele Unternehmen auf Softwaretools setzen. Eine Software für Automatische Disposition übernimmt die Disposition für Routine-Bestellvorgänge und hilft dabei, optimal in Material und Ware zu investieren, um den maximalen Ertrag für das Unternehmen zu erwirtschaften. 

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Was macht eine Dispositionssoftware?

Automatische bzw. automatisierte Dispositionssoftware nimmt dem Disponenten größtenteils Aufgaben des Bestandsmanagements ab, indem mithilfe des ERP bzw. der Logistiksoftware die automatische Disposition die notwendigen Bestellvorgänge für Ressourcen und Waren erstellt und vom Disponenten lediglich überprüft und freigegeben werden müssen. Für diese klassischen Tätigkeiten wie dem Bilden von Stücklisten oder von Bestellungen sollte die Software praktische Tools bereitstellen. Durch diese übersichtliche Form der Datenverarbeitung und -darstellung werden Zeit und Ressourcen frei, die wiederum für andere administrative Aufgaben genutzt werden können.

Software hat natürlich auch großes Potential im Hinblick auf Eigenständigkeit. Alleine schon, weil die Kapazitäten zur Datenverarbeitung natürlich wesentlich höher sind als die eines „normalen“ Disponenten. Moderne Software ist also in der Lage stets unter Berücksichtigung aller relevanten Daten Bestellungen so zu gestalten, dass diese optimal wirtschaftlich sind. Mit relevanten Daten gemeint sind ganz konkret aktuelle Bestände und offene Bestellungen, Mindestbestellmengen, Lieferzeiten, Containerauslastung oder Verkaufsgrößeneinheiten. Dabei entscheidet der User selbst ob die Bestellvorschläge als Vorlage für manuelle Bestellungen dienen sollen, oder ob die Bestellungen vollkommen selbstständig ablaufen.

Haben Sie mehrere Standorte, zum Beispiel als großes Handelsunternehmen, so beeinflussen die täglichen Bedarfsveränderungen vor Ort ihre Filialplanung. Eine optimale Artikelverfügbarkeit zu gewährleisten ist daher eine extrem komplexe Herausforderung. Mit Hilfe einer leistungsfähigen Dispositionssoftware sind Sie dieser aber jederzeit gewachsen. Innovative Software verfügt über mathematische Modelle zur Prognose des Bedarfs in einem Lager. Damit wissen Sie schon heute was morgen bestellt werden muss um mögliche Unterdeckungen oder gar Stock Outs zu vermeiden. Im Großen und Ganzen erleichtert die automatische Disposition einem Disponenten die Arbeit ungemein, das ist nicht zuletzt von Vorteil, weil die Anforderungen und Komplexität in der Disposition ständig steigen.