Return on Investment (ROI)

Return on Investment, kurz ROI, bezeichnet eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die unter anderem Aufschluss über die Rentabilität einer Investition gibt. 

Definition: Was ist Return on Investment?

Einfach ausgedrückt zeigt der ROI an, wann und wie sich Investitionen eines Unternehmens lohnen. Gemessen wird die Kennzahl am prozentualen Verhältnis des eingesetzten Kapitals und des erzielten Gewinns. Anhand des ROIs können Investitionen und die Leistungsfähigkeit eines Betriebszweiges oder auch des gesamten Unternehmens beurteilt werden. Der Begriff Return on Investment kann auf Deutsch am besten mit "Kapitalrendite" oder "Kapitalrentabilität" übersetzt werden.

Die Bedeutung des ROIs

Die Kennzahl hilft dabei, den Erfolg eines Unternehmens zu bewerten und gibt Aufschluss darüber, wie sinnvoll eine Investition tatsächlich war. Eine wichtige Kennzahl ist der Return on Investment zum Beispiel auch für das Online Marketing, da in diesem Bereich regelmäßig der Erfolg der Marketing-Kampagnen analysiert wird. Das Ergebnis ist aber nur von Bedeutung, wenn es sich wieder in Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag trennen lässt. Dann ist es möglich, genaue Ursachen für die Veränderungen eines ROI zu bestimmen. Ist beispielsweise der Gewinn bei gleichbleibenden Umsatz gestiegen, steigt auch die Umsatzrentabilität. Soll ein gleich hoher ROI erzielt werden, muss folglich der Kapitalumschlag sinken. Das Verhältnis des investierten Kapitals und des erzielten Gewinns geben Aufschluss über den Return on Investment. 

ROI-Wert in der Logistik

Im Bereich der Logistik wird zum Beispiel der ROI eines Lagers berechnet. Hierbei gilt er als einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer geeigneten Lagerlösung. Dazu werden die Kosten einer Installation und die Rentabilität analysiert, um so den ungefähren Zeitraum zu berechnen, der Auskunft darüber gibt, wann die ursprünglichen Investitionskosten wieder zurückgewonnen werden. 

ROI-Formel zur Berechnung 

Zur ROI-Berechnung gilt die folgende Formel:

ROI = (Gewinn/Umsatz) * (Umsatz/investiertes Kapital) * 100 % = Umsatzrentabilität * Kapitalumschlag * 100 %

Beispiel:

Ein Unternehmen bewirbt eines seiner neuen Produkte mit einem Post in sämtlichen sozialen Netzwerken. Dafür gibt es 2.000 € aus.
Mehrere Kunden werden durch den Post gewonnen, daher lässt sich ein Gewinn von 17.000 € auf den beworbenen Post zurückführen. Dies ergibt im Falle dieses Beispiels einen Return on Investment von 8,5%. Die einzelne Investition hat folglich maßgeblich zum finanziellen Erfolg beigetragen.  

Ab wann gilt ein ROI als "gut"?

Ab wie viel Prozent ein Return on Investment gut ist, lässt sich nur grob definieren. Ein ROI, der zwischen 7-10% liegt, ist für ein Unternehmen mit einer stabilen Geschäftsentwicklung ein guter Wert. Bei Unternehmen mit höheren Investitionen und mehr Risiken sollte ein ROI von 15-25% nachgewiesen werden können. Es gibt also keinen genauen Wert, der einen guten ROI definiert. Vielmehr ist der ROI-Wert von verschiedenen Faktoren eines einzelnen Unternehmens abhängig.

Andere Formen des Return on Investment

Da es es zahlreiche Varianten für die Berechnung des Erfolges innerhalb eines ganzen Unternehmens gibt, gibt es neben dem ROI auch Renditekennzahlen wie die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, kurz ROE) oder auch die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, kurz ROA).

Return on Equity (ROE)

ROE setzt den Gewinn eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem Kapital, jedoch lässt sich anhand dieser Formel nicht der gesamte Umsatz des Unternehmens bestimmen. Der ROE wird berechnet, indem der Gewinn durch das Eigenkapital eines Unternehmens geteilt wird.

Return on Assets (ROA)

Der ROA gibt ebenfalls an, wie profitabel der Kapitaleinsatz zum Gesamtergebnis des Gewinnes beigetragen hat. Hierbei spielt, anders als beim ROE, die Art der Finanzierung keine Rolle. Vereinfacht gesagt berechnet man mit dem ROA, wie viel Euro des erwirtschafteten Gewinn ein Unternehmen mit jedem Euro Kapital erwirtschaftet hat und kann am abwägen wie das Ergebnis für das Unternehmen ausgefallen ist.

Geschichte des Return on Investment

Die Entwicklung der Kennzahl ROI ist auf den ehemaligen Ingenieur des Unternehmens Du Pont de Numerours, Donaldson Brown zurückzuführen. Innerhalb des bewährten Du-Pont-Schemas definierte er den Return on Investment als zentrale Kennzahl. Mit dem Schema Du-Ponts lassen sich sehr viele Zusammenhänge ableiten. Nicht nur Kapitalumschlag und Umsatzrentabilität beeinflussen den ROI, sondern auch viele weitere Kennzahlen. Soll der Return on Investment beispielweise erhöht werden, kann das Gesamtkapital gesenkt werden, damit steigt nämlich der Kapitalumschlag und somit auch der Return on Investment.  

Vorteile des ROI 

  • Der Return on Investment ist unabhängig von der Größe des Unternehmens, somit kann ein Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmensformen/-und größen ermöglicht werden.
  • Einfache, prägnante Darstellung
  • Aussagekräftiges Ergebnis in kürzester Zeit

Nachteile des ROI

  • Informationen gehen oftmals verloren.
  • Der Return on Investment gibt ausschließlich monetäre Auskünfte.
  • Eignet sich nicht als einziges Instrument zur Entscheidungsfällung 

 

 

 

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