Third Party Logistics (3PL)

Die Abkürzung 3PL steht für Third Party Logistics und bezeichnet Logistikdienstleister, die sich um Transport und Lagerung von Waren ihrer Kunden kümmern und darüber hinaus auch weitere Dienstleistungen wie z.B. die Bestellabwicklung, Fakturierung oder Zollabfertigung übernehmen.

Definition von Third Party Logistics (3PL)

Third Party Logistics Provider sind externe Dienstleister, die für Unternehmen verschiedene Aufgaben übernehmen. 3PL-Anbieter sind also für ausgelagerte Logistikdienstleistungen zuständig. Die (Management-) Aufsicht bleibt beim Unternehmen, die Leistungen von Third Party Logistics werden entweder vom Anbieter selbst oder von Subunternehmen übernommen. 

Zu den Leistungen gehören zum Beispiel:

  • Lagerung/Lagerverwaltung
  • Transport
  • Versand
  • Zollabfertigung
  • IT-Lösungen
  • Auftragsverwaltung
  • Cross-Docking

Drittanbieter in der Logistik erwerben kein Eigentum an den Produkten und Waren. Sie verfügen jedoch teilweise über eigene Fuhrparks oder Lagerhallen und können ihre Logistikdienstleistungen individuell an ihre Kunden anpassen. 

Welche anderen Formen von Logistikdienstleistern gibt es?

In der Logistik wird zwischen vier verschiedenen Service Providern unterschieden:

  • 1PL (First Party Logistics Provider
  • 2PL (Second Party Logistics Provider)
  • 3PL (Third Party Logistics Provider)
  • 4PL (Fourth Party Logistics Provider)

Die folgende Tabelle zeigt, welche Aufgaben die jeweiligen Anbieter haben:

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Warum setzen Unternehmen 3PL-Logistikdienstleister ein?

Das Logistik-Outsourcing an externe Dienstleister birgt für Unternehmen einige Vorteile. Third Party Logistics Provider kommen unter anderem zum Einsatz, wenn die Lieferketten und Prozesse zu komplex für ein Unternehmen werden. Insbesondere nach Fusionen sind die internen Kapazitäten und die eigenen Infrastrukturen den neuen Herausforderungen oft nicht gewachsen. Durch die Zusammenarbeit können Kosten eingespart werden, weil kein eigenes Lager oder Personal zur Überwachung der Supply Chain eingesetzt werden muss. Zudem verfügen 3PL-Anbieter häufig über ein großes Netz von Lagern, wodurch sie den Warenverkehr flexibler und schneller abwickeln können. Gleichzeitig können Unternehmen ihre Ressourcen wirksamer in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Produktentwicklung, einsetzen. Third Party Logistics Anbieter bedienen ganz verschiedene Branchen und bringen daher viel Erfahrung mit. 

Weitere Vorteile im Überblick:

  • Neue oder sogar globale Märkte erschließen
  • Von den Erfahrungen und Technologien des Logistikdienstleisters profitieren
  •  Mehr Kunden und Aufträge gleichzeitig abwickeln
  • Nachfrage gerecht werden
  • Mehr Effizienz in der gesamten Lieferkette
  • Kostenkontrolle
  • Kundenservice verbessern

Nachteile beim Einsatz von 3PL-Dienstleistern

Der Einsatz externer Unternehmen birgt immer auch gewissen Risiken. Das Outsourcing bedeutet, die Verantwortung in die Hände Dritter zu geben, wodurch eine gewissen Abhängigkeit durch ein Mangel an Kontrolle und direkter Aufsicht entsteht. Unterlaufen dem 3PL-Anbieter Fehler, wird dies trotzdem auf das eigene Unternehmen zurückfallen. Auch Kommunikationsprobleme können auftreten, zum Beispiel durch Fehler in der Übertragung, Fehlinterpretationen oder zu wenig Informationen. Bei der Auswahl eines Anbieters für Third Party Logistics müssen Unternehmen also sehr sorgfältig vorgehen, damit die Zusammenarbeit ein Erfolg wird.

Die Auswahl eines 3PL-Dienstleisters

Wenn die Entscheidung gefallen ist, die Dienste eines Third Party Logistics Providers in Anspruch zu nehmen, muss der passende Anbieter gefunden werden. Dabei können die folgenden Kriterien helfen:

  • Recherche: Informieren Sie sich vorab genau über die angebotenen Leistungen, prüfen Sie die Referenzen und definieren Sie Ihre Anforderungen präzise.
  • Geografischer Standort: Der Standort ist entscheidend, weil 3PL-Partner die Produkte möglichst schnell an Ihre Kunden liefern sollten. Erkundigen Sie sich daher nach den Standorten und wie lange der Versand/Transport jeweils dauert.
  • IT-Fähigkeiten: Der Logistikdienstleister sollte moderne Technologien und kompatible Systeme nutzen, der Zugriff über alle Plattformen ermöglicht. Zudem sollte das System leicht an neue Herausforderungen anpassbar sein.
  • Flexibilität und Skalierbarkeit: In der Logistik hat jedes Unternehmen andere Anforderungen. Die logistischen Service Provider müssen daher flexibel sein, um auf die dynamischen Märkte reagieren zu können. Um Nachfragespitzen bedienen zu können spielen Flexibilität und Skalierbarkeit eine wichtige Rolle. Sie sollten daher nachfragen, wie der 3PL-Dienstleister mit speziellen Situationen umgeht. 
  • Kosten: Das Logistik-Outsourcing soll eine Bereicherung für das Unternehmen sein - und kein Kostenfaktor. Der Preis spielt daher eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines Third Party Logistics Anbieter. Optimaler Service zu einem fairen Preis ist das Ziel.
  • Zusammenarbeit etablieren: Gute Kommunikation und problemloser Datenaustauschsind das A & O einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Der potentielle Dienstleister sollte sich Zeit nehmen, Ihre Anforderungen zu verstehen und dabei helfen, eine Vertrauensbasis aufzubauen. 

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