Lebensmittelverschwendung mit LOGOMATE reduziert

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Immer wieder landen Lebensmittel im Abfall, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Genau das will der Logistikdienstleister Geyer Food Konzept vermeiden. In seinem Lager in Süddeutschland sorgt die intelligente Dispositionssoftware LOGOMATE von REMIRA für ein nachhaltiges und automatisiertes Bestandsmanagement: Dank präziser Prognosen und eines verlässlichen Monitorings der Mindesthaltbarkeitsdaten ist die Verderbquote gesunken. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seine Lieferfähigkeit auf fast 99,8 % steigern.

Geyer Food Konzept beliefert Kunden aus der Gastronomie und Großverbraucher in der Region Bodensee-Ulm-Allgäu mit einem breiten Sortiment an Lebensmitteln: von TK-Ware über frisches Obst und Gemüse bis hin zu Fleisch- und Milchprodukten. Die Kapazität des Lagers im oberschwäbischen Bad Waldsee – wo sich zugleich der Firmensitz befindet – umfasst 1.700 Palettenstellplätze für 2.100 Artikel. Weitere 5.400 Artikel werden auftragsbezogen beschafft.

Herausforderungen der Food-Logistik

Als Food-Logistikdienstleister muss das Unternehmen beim eigenen Bestandsmanagement in besonderem Maße auf temperatursensible, leicht verderbliche Waren und volatile Einkaufspreise achten. Bisher verzichtete Geyer Food Konzept für die Disposition der insgesamt 7.500 Artikel auf eine spezialisierte Bestandsmanagementsoftware. Stattdessen erstellte das vorhandene ERP-System (Dynamics NAV) Dispositionsvorschläge, die es lediglich aus den Durchschnittswerten der vergangenen Monate berechnete. Trends, saisonale Schwankungen oder temporäre Absatzeffekte wurden nicht berücksichtigt. Diese ungenaue Datengrundlage führte immer wieder zu Out-of-Stock-Situationen oder Überbeständen. In der Praxis offenbarte das ERP-System zudem eine weitere Schwäche: So generierte es eine Liste mit denjenigen Artikeln, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten – allerdings ohne eine Prognose, ob sich die betroffenen Artikel an diesem Datum überhaupt noch im Lager befinden. Die Folge: Oftmals musste Geyer Food Konzept Ware mit relativ kurzer Mindesthaltbarkeit mit starken Preisnachlässen verkaufen.

Die Zielvorgabe war daher klar definiert: Die neue Bestandsmanagementlösung sollte für eine bessere Warenverfügbarkeit sorgen. Gleichzeitig plante Geyer Food Konzept, die Basis-Lagerbestände um mindestens 10 % abzusenken, um mehr Kapazität für Aktionseinkäufe zu haben und so zeitlich begrenzte Einkaufsrabatte besser nutzen zu können. Außerdem wollte das Unternehmen durch eine präzisere Disposition weniger verderbgefährdete Waren auf Lager haben. Durch rechtzeitiges Reagieren auf ablaufende Mindesthaltbarkeitsdaten sollte auch weniger Ware vernichtet oder zum Schleuderpreis verkauft werden müssen.

LOGOMATE sorgt für Nachhaltigkeit

Im Sinne eines nachhaltigeren und wirtschaftlicheren Bestandsmanagements entschied sich der Food-Logistikdienstleister für die Einführung des intelligenten Dispositions-Tools LOGOMATE von REMIRA. Die Lösung prognostiziert anhand einer Verfallsliste, welche eingelagerten Artikel vor Erreichen des Verfallsdatums nicht mehr rechtzeitig abverkauft werden. Geyer Food Konzept kann nun frühzeitig gegensteuern und somit die Verderbquote deutlich mindern. Präzisere Prognosen und eine genauere Bedarfsermittlung verhindern zukünftig, dass sich unnötige Sicherheitsbestände ansammeln. Darüber hinaus sorgt LOGOMATE dafür, dass die Disponenten besser auf Aktionspreise reagieren und bei Preiserhöhungen eine zusätzliche Bevorratung der entsprechenden Artikel veranlassen.

Die „Regallücke“ gehört der Vergangenheit an

Bereits rund acht Wochen nach der Einführung von LOGOMATE konnte Geyer Food Konzept die Quote der Artikel, die nicht im Lager vorrätig sind, um 50 % senken. Damit erreicht das Unternehmen eine Lieferfähigkeit von fast 99,8 %. Zusätzlich konnte die Anzahl der Artikel auf der Verfallsliste minimiert werden. Die Artikel, die aktuell noch auf der Liste stehen, sind noch Relikte aus der Zeit vor LOGOMATE. Geyer Food Konzept geht davon aus, dass sich die Verfallsliste durch die optimierte Disposition langfristig um mindestens 75 % reduziert.