Logistik

Die Logistik ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der sich mit der Nutzung und Kontrolle von Waren- und Informationsflüssen befasst. 

Die Kernaufgabe der Logistik besteht darin, Waren zu beschaffen, zu lagern, zu transportieren und bereitzustellen. (Foto: @Stock Rocket stock.adobe.com) Die Kernaufgabe der Logistik besteht darin, Waren zu beschaffen, zu lagern, zu transportieren und bereitzustellen. (Foto: @Stock Rocket stock.adobe.com)

Definition: Was ist Logistik?

Die Logistik besteht aus mehreren Teilbereichen, die sich mit dem gesamten Warenwirtschafts- und Informationsfluss eines Unternehmens befassen. Hierbei sind alle Bereiche von der Beschaffung über die Produktion bis hin zur Vermarktung und dem anschließenden Verkauf/Versand mit einbezogen.

Welche Aufgaben hat die Logistik?

Die Hauptaufgabe der Logistik ist es, den Warenwirtschaftsfluss so zu planen, zu koordinieren und zu kontrollieren, dass der Transport, die Lagerung, die Beschaffung und das Bereitstellen von Rohstoffen oder Gütern, sowie das anschließende Verteilen der Ware an den Endkunden optimal ablaufen. Nach der Seven-Rights-Definition von Grosvenor E. Plowman gibt es sieben Aspekte, die die Hauptziele der Logistik zusammenfassen. Dabei geht es um die Sicherstellung der Verfügbarkeit…

  • des richtigen Produkts, 
  • in der richtigen Menge, 
  • im richtigen Zustand,
  • am richtigen Ort,  
  • zur richtigen Zeit, 
  • für den richtigen Kunden,
  • zu den richtigen Kosten. 

Anhand dieser Aspekte soll die Logistik optimal organisiert werden. Ein wichtiger Teil der Logistik sind zudem  die sogenannten TUL-Prozesse. Sie stellen die drei Hauptprozesse Transport, Umschlag und Lagerung dar. 

Aus welchen Teilbereichen besteht die Logistik?

Die Logistik besteht aus vier großen Teilbereichen, die zusammen die Grundpfeiler der Wertschöpfungskette eines Unternehmens bilden. Je nach Branche des jeweiligen Unternehmens können die Tätigkeiten der einzelnen Teilbereiche voneinander abweichen. Die Lagerlogistik und die Informationslogistik sind je nach Unternehmen mehr oder weniger stark ausgeprägt. Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen:

Beschaffungslogistik 

Die Beschaffungslogistik steht am Anfang der Wertschöpfungskette und befasst sich hauptsächlich mit der Beschaffung von Ware eines Unternehmens. Sie hat ebenfalls die Aufgabe geeignete Lieferanten auszuwählen und die richtige Menge der benötigten Rohstoffe oder Waren zum richtigen Zeitpunkt zu bestellen. Aufgaben der Beschaffungslogistik sind u.a. Warenannahme und -prüfung, Lagerhaltung und -verwaltung, Planen und Steuern des Material- und Informationsflusses und Bereitstellung der benötigten Waren. 

Produktionslogistik

Die Produktionslogistik befasst sich mit der allgemeinen Vorbereitung und anschließenden Durchführung der Produktionsprozesse. Sie sorgt für einen optimalen und reibungslosen Materialfluss vom Rohmateriallager über die Produktionsprozesse bis hin zum Fertigwarenlager. Aufgabe der Produktionslogistik ist es u.a., Warenbestände und Warenbewegungen zu steuern und zu kontrollieren.

Distributionslogistik

Die Distributionslogistik wird auch Absatzlogistik oder Transportlogistik genannt und hat die Aufgabe, sich um den Transport der Produkte hin zum Kunden zu kümmern. Darunter fällt auch das umwelt- und ressourcenschonende Verpacken der Materialien sowie die Zustellung  Just-in-Time-an den Endkunden. Dabei sollen eine hohe Verfügbarkeit, geringere Kosten und eine hohe Einflussnahme berücksichtigt werden. 

Entsorgungslogistik

Die Entsorgungslogistik ist der letzte Teil der Wertschöpfungskette und umfasst alle Prozesse rund um die Entsorgung. Darunter fallen auch das Recyceln und das artgerechte Entsorgen der einzelnen Güter. Auch das Verhindern von Abfällen in der Produktion oder im weiteren Verpackungsprozess gehört zu den Aufgaben der Entsorgungslogistik. Bei diesem Prozess müssen zahlreiche Auflagen und Vorschriften erfüllt werden.

Lagerlogistik

Die Lagerlogistik befasst sich mit allen logistischen Tätigkeiten innerhalb eines Lagers. Darunter fallen zum Beispiel die Planung, Steuerung und Optimierung eigener und fremder Güter. Damit wird das Verfahren vom Wareneingang bis Warenausgang sichergestellt. Die Lagerlogistik ermöglicht es Unternehmen, jederzeit Informationen zu deren Lagerorten und Status ihrer Waren abzurufen. 

Informationslogistik

Die Informationslogistik befasst sich mit der Optimierung inner- und außerbetrieblicher Informationsflüsse. Der Nutzer hat auf diese Weise die Möglichkeit, genau die Informationen zu erhalten, die zu dem Zeitpunkt wichtig sind.

Woher stammt der Begriff Logistik?

Das Wort Logistik wurde schon zwischen 1792 und 1830 vom Militär in den Napoleonischen Kriegen genutzt und wird in verschiedene Ursprünge unterteilt. Im Altgriechischen kann das Wort Logistik beispielsweise von dem Wort "logistike" abgeleitet werden, was so viel wie praktische Rechenkunst bedeutet. Das aus dem Französisch stammende "logistique" kann mit „Nachschub“ übersetzt werden. Auch aus dem Englischen lässt sich "logistics" mit Nachschubwesen übersetzten. 

Was sind die Ziele der Logistik?

Das Hauptziel der Logistik ist die kontinuierliche Optimierung der Prozesse, worunter die Einsparung der Kosten, die Erhöhung des Service und der Flexibilität sowie eine Erhöhung der Qualität fallen. Das Abwickeln digitaler Aufträge kann maßgeblich zur Verbesserung dieser Ziele beitragen. Zudem können die Ziele der Logistik aufgrund der wachsenden Anforderungen in der Gesellschaft und der verschärften Gesetzten in ökonomische- und ökologische Ziele unterschieden werden. Ökologische Ziele sind zum Beispiel die Senkung der CO² Emissionen bei steigendem Wirtschaftswachstum n. Auch das umweltfreundliche Produzieren von Ware kann als wichtiger Bestandteil genannt werden. Ökonomische Ziele setzten sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Den Leistungszielen, worunter zum Beispiel die Lieferfähigkeit, Lieferzuverlässigkeit, die richtige Qualität sowie die richtige Flexibilität der Lieferung und die richtige Transparenz von Informationen fallen, und die Kostenziele. Zu den Kostenzielen zählen beispielsweise die Steuerungskosten, die Handlingskosten, die Kosten für die Bereitstellung, sowie die Transport- und Bestandskosten. Das Ziel hierbei ist, die Leistungsziele bei möglichst geringen Kostenzielen möglichst hochzuhalten. Am besten funktioniert dies, indem jedes einzelne Ziel definiert und priorisiert wird.

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